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Querbeet von Mittelalter bis Pop KULTUR LOKAL Musiker von "La Serena" begeistern in Oberjosbach - Konzert für Kirche St. Michael |
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"La Serena": Die vielseitigen Musiker spielen Stücke vom Mittelalter bis heute und Beherrschen viele Instrumente. Foto: wita/Mallmann |
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OBERJOSBACH. Der gerade mal fünf Jahre alte Förderverein St. Michael ist zwar Oberjosbachs jüngster, aber aktuell erfolgreichster Verein. Das bewies der Start seiner diesjährigen vierteiligen Konzertreihe: "La Serena" sorgte mit ihrem ersten Auftritt in Oberjosbach für eine volle Kirche und ein gut gefülltes Spendenkörbchen. Wie die acht Musiker kamen die Besucher aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet, darunter einige Kinder und Jugendliche. Passend zu dem Namen "Die Heitere" steckte das 1999 gegründete Ensemble alle Zuhörer mühelos mit seiner Freude am Spiel so an, dass das gut zweistündige Konzert sie nicht ermüdete, sondern Zugaben gefordert wurden. Witzige Geschichten Die Vorsitzende des Fördervereins, Diana Summ, strahlte: Rund. 1000 Euro brachte der Abend ein. "Wir konnten die Schließung der Kirche erfolgreich abwenden", aber seitdem das Bistum Limburg die 7000 Euro für die Kirche gestrichen hat, "gilt es jedes Jahr aufs Neue, den Unter- und Erhalt zu erwirtschaften", erklärte Summ. Dafür, und um "jungen Musikern eine Plattform zu bieten", veranstaltet der Verein die Konzerte, die "sich zum kulturellen Anziehungspunkt weit über Ober- josbachs Grenzen hinaus" entwickeln würden. "So eine instrumentale Vielfalt hatten wir aber noch nie hier", war Diana Summ selbst von den Instrumentalisten und Solisten so begeistert wie das Publikum. Nach Oberjosbach hat Schatzmeisterin Patricia Goldstein-Egger die Gruppe geholt: "Ich kenne einige Musiker, fragte sie, und sie waren sofort bereit, für unseren Förderverein aufzutreten." Querbeet von Mittelalter bis Pop reichte das internationale Spektrum eigener und gecoverter, aber dann neu bearbeiteter Stücke. |
Zu jedem erzählte der Wiesbadener Cellist und Gymnasialmusiklehrer Tilman Jerrentrup eine witzige Geschichte. Zu afrikanischen Rhythmen schilderte er zum Beispiel, wie der Darmstädter Kontrabassist Frank Willi Schmidt als Tierschützer und Vegetarier Löwen mit blauen Eimerchen an den Schwänzen in Afrika züchtete. Seine eigene Handy-Manie outete er als Einleitung für ein irisches Weihnachtsstück, und zur Sting-Adaption "An English man in Oberjosbach" gab Rüdiger Schmidt am Akkordeon den distinguierten Briten. Der Mainzer Musiklehrer begleitete die seit zwölf Jahren aufeinander eingespielten Berufsmusiker um den Frankfurter Oboisten Clemens Duchardt erstmals, aber so virtuos, dass auch das Publikum hoffte, er bleibe auf Dauer dabei. Dazu faszinierte die Zuhörer, dass die anderen vier Musiker ständig und oft mehrfach innerhalb eines Stückes ihre Instrumente wechselten. Zur Querflöte setzte Isabelle Bodenseh, die am Mainzer Konservatorium lehrt, so viele verschiedene Blockflöten ein wie Jürgen Volkmar Gitarren, und Hilde Singer-Biedermann vom Frankfurter Konservatorium spielte neben Violinen und Violen auch eine E-Geige. Detlef Biedermann, der an Wiesbadens Musik- und Kunstschule unterrichtet, trat sogar zeit-gleich mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten wie Trommeln, Schlagzeug, Xylofon, Kastagnetten und Rasseln auf. Bunte Mischung Die Flötistin Isabelle Bodenseh bringe für die Arrangements "die meisten Impulse" ein, verriet Tilmann Jerrentrup. Zwei- bis dreimal pro Monat probe die Gruppe in Volkmars Wörsdorfer Tonstudio und nehme hier ihre CDs auf. "Unsere Musik ist so eine bunte Mischung wie wir und wir können oft selbst nicht einordnen, ob sie zum Beispiel Klassik oder Jazz ist," sagt Jerrentrup. Christine Dressier
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